Konferenz "Tuhuupe" auf Amrum

Am vergangenen Wochenende lud der Friesenrat die Friesen zur Konferenz auf Amrum. Ca. 70 Teilnehmer waren der Einladung gefolgt, darunter auch Mitarbeiter der Ferring Stiftung und vom FriiskFunk.

Der Inselbote berichtet am 8.11.2017 folgendes:

www.shz.de/lokales/insel-bote/alte-kultur-und-frischer-wind-id18267766.html

„Tuhuupe“ (Zusammen) hieß das friesische Motto der dreitägigen Konferenz des Friesenrates auf Amrum und so kam zusammen, wer zusammen kommen wollte. 70 Interessierte aus West-, Ost- und Nordfriesland, Studierende und Professoren, Insulaner und Festländer, Lehrer und Medienvertreter sowie viele andere machten sich in verschiedenen „werksteeden“ daran, die Stellung und Entwicklung der friesischen Sprache und Kultur in der Gesellschaft zu beleuchten. Neben dem gegenseitigen Kennenlernen und der Vernetzung der einzelnen Institutionen war die Erarbeitung einer Resolution erklärtes Ziel dieser Veranstaltung, die in ähnlicher Form vor vier Jahren ebenfalls auf Amrum stattgefunden hatte. – Quelle: www.shz.de/18267766 ©2017

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„Tuhuupe“ (Zusammen) hieß das friesische Motto der dreitägigen Konferenz des Friesenrates auf Amrum und so kam zusammen, wer zusammen kommen wollte. 70 Interessierte aus West-, Ost- und Nordfriesland, Studierende und Professoren, Insulaner und Festländer, Lehrer und Medienvertreter sowie viele andere machten sich in verschiedenen „werksteeden“ daran, die Stellung und Entwicklung der friesischen Sprache und Kultur in der Gesellschaft zu beleuchten. Neben dem gegenseitigen Kennenlernen und der Vernetzung der einzelnen Institutionen war die Erarbeitung einer Resolution erklärtes Ziel dieser Veranstaltung, die in ähnlicher Form vor vier Jahren ebenfalls auf Amrum stattgefunden hatte.

Mit dem Ohr an der Basis wurden auf der Klausurtagung in den Bereichen Bildung, Medien, Kunst, Sprache und Politik friesische Forderungen formuliert und in einer Resolution festgehalten. Diese dient als Verhandlungsbasis für Gespräche mit verantwortlichen Politikern.

In den einzelnen Gruppen wurde lebhaft über Möglichkeiten diskutiert, wie man das Friesische besser sichtbar machen und das friesische Selbstbewusstsein stärken könne. Es wurden Ideen geboren wie die Veranstaltung eines (inter-)friesischen Poetry Slams, eine Sprachenkampagne, die Erstellung professionellen Schulmaterials, das bessere Auftreten in den neuen Medien, sowie eine bessere Koordination von Internetauftritten und interaktiven Möglichkeiten des Internets (wir berichteten). Vielleicht könne man sogar zu einem Leuchtturmprojekt für moderne Minderheitendarstellung werden, wurde ehrgeizig formuliert.

Das Bundesministerium für Kultur und Medien hat die Tagung gefördert und mit dem Tagungsort Amrum war eine gute Wahl getroffen worden, wie viele Teilnehmer bestätigten. Man hatte die Jugendherberge Wittdün für sich allein, und so konnte dort gegessen und geschlafen, aber auch bis tief in die Nacht diskutiert und gestritten werden.

„De Noardfriesen lykje op üs, mar binne ek hiel oars“ (Die Nordfriesen ähneln uns, sind aber auch ganz anders), meinte der Westfriese Henk Wolf von der Fryske Academy in Groningen, und fuhr fort: „Wir können noch viel voneinander lernen“.

Pünktlich, wetterfest und diskussionsfreudig waren die 16 Studentinnen und Studenten, die Professor Nils Langer von der Europauniversität Flensburg gefolgt waren, und die sich mit ihren Vorstellungen und Ideen einbrachten. Ilse Johanna Christiansen, die Vorsitzende des Friesenrates Sektion Nord, freute sich über die aktiven, jungen Teilnehmer und den frischen Wind, den sie in die Veranstaltung brächten. Sie bedankte sich besonders bei den Leiterinnen und Leitern der Workshops und bei dem Amrumer Jens Quedens, der für ein abwechslungsreiches Rahmenprogramm gesorgt hatte. So konnten die Teilnehmer das eisenzeitliche Haus in den Dünen und das frisch hergerichtete Pottwalskelett besichtigen; zwei jüngere Projekte des Öömrang Ferian.

– Quelle: www.shz.de/18267766 ©2017